Articles | Volume 4
Adv. Radio Sci., 4, 337–344, 2006
https://doi.org/10.5194/ars-4-337-2006
Adv. Radio Sci., 4, 337–344, 2006
https://doi.org/10.5194/ars-4-337-2006

  06 Sep 2006

06 Sep 2006

Wieviel Feldstärke ist notwendig für akzeptable portabel-indoor-Versorgung mit digitalem Rundfunk?

J. Philipp J. Philipp
  • Südwestrundfunk Stuttgart, Frequenz- und Versorgungsplanung, Germany

Abstract. Durch eine Fragebogenaktion wurde ermittelt, welche Anforderungen potentielle Teilnehmer an die Güte des indoor-portabel-Empfangs von Radio und Fernsehen stellen. Mittels eines einfachen statistischen Feldstärkemodells wurde daraus abgeleitet, welche mittlere Mindestfeldstärke in 10 m Höhe über Grund bereit zu stellen ist, damit mindestens 95% der im Erdgeschoss wohnenden Teilnehmer akzeptabel versorgt sind. Es ergibt sich für DAB im Band~III ein um 6 bis 8 dB höherer Wert als der, welcher für mobile Versorgung mit 99% Ortswahrscheinlichkeit anzusetzen ist (und welcher den bisher geplanten Sendernetzen zu Grunde liegt). Für DVB-T im Band~III sind mindestens 3 dB mehr anzusetzen als eine Rechnung nach "Chester"-Parametern bei 95% Ortswahrscheinlichkeit verlangt, während bei DVB-T im Band V die Werte der 95%-Chester-Rechnung nur geringfügig nach oben korrigiert werden müssen. Die Ergebnisse für DVB-T gelten unter der Voraussetzung, dass ein C/N von 17 dB für einen zufrieden stellenden Empfang ausreicht. Höhere Anforderungen an C/N sind zusätzlich in Ansatz zu bringen.